Siemens-Aktie vor Quartalszahlen kaufen, verkaufen - oder ist sie fair bewertet?

Beobachten Sie die Erholung bei den Aufträgen im Bereich Digital Industries, die stabile Margenentwicklung in allen Geschäftsbereichen sowie die Nachfrage nach Rechenzentren.

Das Siemens-Logo an der Fassade einer Niederlassung des Unternehmens in München.
Matthias Balk/picture alliance via Getty

Siemens wird am 6. August seinen Geschäftsbericht für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 veröffentlichen. Hier erfahren Sie, worauf Morningstar bei den Geschäftszahlen von Siemens achtet. Informieren Sie sich über die Aussichten für die Aktie.

Siemens SIE

Analyst: Matthew Donen, CFA

Termin der Veröffentlichung der Siemens-Ergebnisse

  • Donnerstag, 6. August

Beachten Sie bei den Siemens-Ergebnissen Folgendes

  • Auftragseingang im Bereich Digital Industries: Nach dem Aufschwung bei den Auftragseingängen im zweiten Quartal steht nun die Frage im Mittelpunkt, ob sich diese Erholung nachhaltig fortsetzen wird. Die Ergebnisse von ABB und Schneider Electric deuten darauf hin, dass sich die Nachfrage weiter verbessert hat. Das mindert die Befürchtungen, dass die starke Entwicklung im zweiten Quartal lediglich auf Vorabkäufe der Kunden zurückzuführen war. Die Erholung in China stimmt uns zuversichtlich.
  • Margenstabilität: Wir erwarten, dass Siemens die Margen bei Digital Industries und Smart Infrastructure trotz höherer Rohstoffkosten weitgehend stabil halten kann. Allerdings dürfte die Preissetzungsmacht zwischen den Geschäftsbereichen unterschiedlich ausgeprägt sein. Mobility erscheint kurzfristig am stärksten unter Druck zu stehen, da dort aufgrund der längeren Vertragslaufzeiten Kostensteigerungen langsamer an die Kunden weitergegeben werden können.
  • Wachstum im Bereich Rechenzentren: Anleger werden darauf achten, ob Siemens das im zweiten Quartal erzielte Wachstum im Rechenzentrumsgeschäft von mehr als 100 Prozent aufrechterhalten kann. Zwar bietet das Unternehmen zusätzliche Chancen durch angrenzende Angebote wie Kühllösungen und industrielle Automatisierung, diese dürften jedoch eher mittel- bis langfristige Wachstumstreiber sein und kurzfristig noch keinen wesentlichen Ergebnisbeitrag leisten.

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