Wichtige Morningstar-Kennzahlen für Siemens
- : 225 EURFair Value-Schätzung
- : ★★Morningstar Rating
- : BreitMorningstar Economic Moat Rating
- : MittelMorningstar Uncertainty Rating
Unsere Einschätzung der Siemens-Ergebnisse
Siemens SIE meldete ein organisches Umsatzwachstum von 6 %, das trotz der anhaltenden tarifären Belastungen in den Segmenten Mobility und Healthineers durch ein zweistelliges Wachstum bei Softwareverkäufen und elektrischen Ausrüstungen für Rechenzentren und Halbleiterkunden getragen wurde. Das Unternehmen bestätigte die Gesamtjahresprognose trotz segmentbezogener Anpassungen.
Warum das wichtig ist: Unsere wichtigste Erkenntnis aus den durchwachsenen Ergebnissen des zweiten Quartals war die Verbesserung der Gewinnmarge im Bereich Digital Industries um 370 Basispunkte auf 18,5 % sowie die Anhebung der Umsatz- und Gewinnprognose für das Segment für das Gesamtjahr. Wir glauben, dass dies einen Wendepunkt für das Segment darstellt, der durch eine zunehmende Verlagerung hin zu margenstärkeren Softwareverkäufen getrieben wird.
- Auf Konzernebene sank die ausgewiesene Gewinnmarge im Industriegeschäft um 50 Basispunkte, was jedoch nicht auf strukturelle Probleme hindeutet und unsere Anlagethese nicht beeinträchtigt. Eine einmalige Veräußerung im Bereich Smart Infrastructure in der Vorperiode führte zu einem ungewöhnlich hohen Vergleichswert, während wir davon ausgehen, dass sich die tariflichen Belastungen in den Segmenten Mobility und Healthineers mittelfristig abschwächen werden.
- Das organische Auftragswachstum von 18 % war breit über alle Segmente verteilt und unterstreicht die strukturellen Wachstumstreiber sowie eine zyklische Erholung aus einer niedrigen Basis im Automatisierungsgeschäft. Ein Rekordauftragsbestand sorgt für Sichtbarkeit hinsichtlich unserer revidierten Prognosen.
Fazit: Wir erhöhen unsere Fair Value-Schätzung für das Unternehmen mit breitem Wettbewerbsvorteil Siemens um 7 Prozent auf 240 Euro pro Aktie. Die Aktie erscheint fair bewertet. Wir glauben, dass der Markt die attraktiven Wachstumsaussichten von Siemens und die Bemühungen zur Straffung des Mischkonzerns anerkennt.
- Aufgrund der starken Ergebnisse erhöhen wir unsere kurz- und mittelfristigen Prognosen, was zu einer annualisierten Wachstumsrate des Gewinns je Aktie von 12 Prozent (zuvor 10 Prozent) führt. Wir gehen davon aus, dass im Geschäftsjahr 2026 das obere Ende der organischen Umsatzprognose von 5 bis 8 Prozent erreicht wird.
- Kostensynergien aus den jüngsten Software-Akquisitionen und ein zunehmender Anteil an Softwareverkäufen stützen unsere revidierte mittelfristige Gewinnmarge im Industriegeschäft von 17,6 auf 18,1 Prozent.

