Wichtige Morningstar-Kennzahlen für Heidelberg Materials
- : 170 EURFair Value-Schätzung
- : ★★★Morningstar Rating
- : SchmalMorningstar Economic Moat Rating
- : HochMorningstar Uncertainty Rating
Die Europäische Kommission hat am 17. Juli ihren jüngsten Vorschlag für den europäischen CO₂-Markt veröffentlicht, in dem der Zeitraum für kostenlose CO₂-Zertifikate für Zementhersteller bis 2038 verlängert wird – vier Jahre später als nach der geltenden Gesetzgebung vorgesehen.
Warum das wichtig ist: Ab 2031 ist die Verlängerung der kostenlosen Zertifikate daran geknüpft, dass Zementhersteller einen Investitionsplan zur Dekarbonisierung vorlegen und nach einem Zeitraum von fünf Jahren niedrigere Emissionen nachweisen. Wir gehen davon aus, dass die kostenlosen Zertifikate und die Fördermittel für neue Dekarbonisierungsprojekte vor allem den Branchenführern wie Heidelberg und Holcim zugutekommen werden, die bereits über konkrete Investitionsvorhaben verfügen.
- Heidelberg Materials (HEI) und Holcim haben zusammen rund 75 Prozent der Fördermittel für groß angelegte CO₂-Abscheidungsprojekte erhalten, was ihnen einen First-Mover-Vorteil bei CO₂-Abscheidungstechnologien und einen relativen Kostenvorteil gegenüber Wettbewerbern verschafft. Heidelberg verfügt in seinem Werk in Brevik über das erste betriebsbereite System zur CO₂-Abscheidung und -Speicherung im industriellen Maßstab in der Zementindustrie.
Fazit: Wir behalten unsere Fair Value-Schätzungen und unsere Bewertungen mit einem schmalen wirtschaftlichen Burggraben für Heidelberg, Holcim und CRH unverändert bei. Die Aktien von CRH und Heidelberg sind fair bewertet, während wir Holcim als überbewertet ansehen.
- Wir gehen davon aus, dass die vorgeschlagene Gesetzgebung die Preissetzungsmacht stärken und zu einer Branchenkonzentration führen wird, da sich die Akteure an die neuen CO₂-Kosten anpassen.
- Unsere bevorzugte Wahl in diesem Sektor ist CRH, das am wenigsten von der europäischen CO₂-Gesetzgebung betroffen ist und am meisten von den US-Infrastrukturausgaben profitiert.
Ausblick: Der Vorschlag wird von den Mitgliedstaaten und dem Europäischen Parlament verhandelt, und eine endgültige Einigung wird voraussichtlich erst im Jahr 2027 erzielt.

