E.ON: Unsere Einschätzung zur Aktie nach den Quartalszahlen

Prognose für 2026 bestätigt, Aktien fair bewertet.

Collage-Illustration für den Versorgungssektor mit Windturbine.

Wichtige Morningstar-Kennzahlen für E.ON

  • Fair Value-Schätzung
    : 18,50 EUR
  • Morningstar Rating
    : ★★★
  • Morningstar Economic Moat Rating
    : Schmal
  • Morningstar Uncertainty Rating
    : Mittel

Was wir von den E.ON-Zahlen halten

Das bereinigte EBITDA von E.ON stieg im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahr um 1 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro. Der bereinigte Jahresüberschuss stieg aufgrund geringerer Minderheitsanteile um 5 Prozent auf 1,92 Milliarden Euro. Der Konzern bestätigte seine Prognose für 2026, einschließlich eines Jahresüberschusses in einer Spanne von 2,7 Milliarden Euro bis 2,9 Milliarden Euro.

Warum das wichtig ist: Das bereinigte EBITDA blieb im zweiten Quartal unverändert und verlangsamte sich damit gegenüber dem Wachstum von 2 Prozent im ersten Quartal. Ausschlaggebend dafür war ein Rückgang des EBITDA im Privatkundengeschäft um 17 Prozent, da das zweite Quartal im Gegensatz zum ersten Quartal nicht mehr von vorübergehenden positiven Effekten aus der zeitlichen Staffelung von Preisanpassungen profitierte.

  • Positiv zu vermerken ist, dass das EBITDA im Netzbereich im zweiten Quartal um 5 Prozent stieg und sich damit gegenüber dem Rückgang von 3 Prozent im ersten Quartal verbesserte. Der Geschäftsbereich wurde durch das Wachstum der regulierten Vermögensbasis beflügelt, das einen negativen Konsolidierungseffekt sowie investitionsbezogene Kosten mehr als ausglich.

Fazit: Wir bestätigen unsere Fair Value-Schätzung von 18,50 Euro pro Aktie sowie unser schmales Economic Moat Rating für E.ON. Die Aktie erscheint fair bewertet.

Wichtige Kennzahlen: Der freie Cashflow im ersten Halbjahr lag bei minus 1,5 Milliarden Euro, was besser ist als der Vorjahreswert von minus 2,3 Milliarden Euro. Das ist vor allem auf eine positive Veränderung des Betriebskapitals in Höhe von 0,5 Milliarden Euro und einen Rückgang der Investitionen um 0,2 Milliarden Euro zurückzuführen. Die wirtschaftliche Nettoverschuldung belief sich Ende Juni auf 46,7 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 0,6 Milliarden Euro gegenüber Ende März entspricht.

  • Das EBITDA des Geschäftsbereichs Energieinfrastrukturlösungen stieg im zweiten Quartal um 25 Prozent und beschleunigte sich damit gegenüber dem Wachstum von 16 Prozent im ersten Quartal. Der Geschäftsbereich profitierte von Wachstumsinvestitionen und der Weitergabe höherer Beschaffungskosten aus früheren Perioden.

Anmerkung des Redakteurs: Diese Analyse wurde ursprünglich als Aktienkommentar von Morningstar Equity Research veröffentlicht.

Der Autor/Autorin oder die Autoren besitzen keine Aktien der in diesem Artikel erwähnten Wertpapiere. Informieren Sie sich hier Redaktions-Richtlinien von Morningstar.