Siemens Energy: Unsere Einschätzung zur Aktie nach den Quartalszahlen

Wir halten die Siemens-Energy-Aktie für fair bewertet.

Siemens-Energy-Logo an einer Stele vor einem Unternehmensstandort.
Matthias Balk/picture alliance via Getty

Wichtige Morningstar-Kennzahlen für Siemens Energy

  • Fair Value-Schätzung
    : 140 EUR
  • Morningstar Rating
    : ★★★
  • Morningstar Economic Moat Rating
    : Schmal
  • Morningstar Uncertainty Rating
    : Hoch

Der Umsatz von Siemens Energy ENR stieg im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 18,5 Prozent und beschleunigte sich damit gegenüber dem Wachstum von 9 Prozent im zweiten Quartal. Das EBITA stieg um mehr als das Dreifache auf 1,6 Milliarden Euro. Der Konzern gab bekannt, dass er für das Geschäftsjahr 2026 das obere Ende seiner EBITA-Margenprognose von 10 bis 12 Prozent erreichen wird.

Warum das wichtig ist: Die Auftragseingänge im Bereich Gasdienstleistungen stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 62 Prozent und legten damit gegenüber dem Wachstum von 26 Prozent im zweiten Quartal deutlich zu – vor allem dank Großaufträgen von US-Rechenzentren sowie neuen Kraftwerken im Nahen Osten und in Asien. Zwei Drittel der Aufträge entfielen auf neue Anlagen, was den anhaltenden Superzyklus widerspiegelt.

  • Das Management erwähnte während der Telefonkonferenz, dass die Auftragspreise weiter steigen, was die Margen weiterhin stützen dürfte. Zudem lag die EBITA-Marge im Gasdienstleistungsgeschäft bei 17,3 Prozent und damit 4,3 Prozent höher als im Vorjahresquartal.
  • Den größten Beitrag zum deutlichen Wachstum des EBITA des Konzerns leistete Siemens Gamesa, das ein EBITA von 75 Millionen Euro verzeichnete, gegenüber einem operativen Verlust von 438 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Dies ist das erste positive EBITA seit 2022. Dementsprechend bestätigte der Konzern das Ziel, im Gesamtjahr die Gewinnschwelle zu erreichen.

Fazit: Wir bestätigen unsere Schätzung der EBITA-Marge für 2026 von 12,2 Prozent, unsere langfristigen Prognosen sowie die Fair Value-Schätzung von 140 Euro. Die Aktie wird im Drei-Sterne-Bereich gehandelt, was bedeutet, dass wir derzeit keine ausreichende Sicherheitsmarge für einen Kauf sehen.

Wichtige Kennzahlen: Der Umsatz im Bereich Netztechnologien stieg um 29 Prozent und beschleunigte sich damit deutlich gegenüber dem Wachstum von 12 Prozent im zweiten Quartal. Getrieben wurde dies durch das Produktgeschäft, das wiederum von Kapazitätserweiterungen profitierte.

  • Der Auftragseingang des Konzerns stieg um 9 Prozent und verlangsamte sich damit gegenüber dem Wachstum von 30 Prozent im zweiten Quartal, was auf einen Rückgang der Aufträge bei Siemens Gamesa um 24 Prozent zurückzuführen ist, da das Vorjahresquartal durch Offshore-Windkraft-Aufträge im Wert von 3 Milliarden Euro beflügelt worden war. Infolgedessen lag das Book-to-Bill-Verhältnis des Unternehmens bei 1,57 und damit unter dem Wert von 1,72 im zweiten Quartal.
  • Der freie Cashflow stieg um mehr als das Doppelte auf 1,7 Milliarden Euro, was das Gewinnwachstum und höhere Anzahlungen der Kunden im Zusammenhang mit dem Auftragswachstum widerspiegelt.

Anmerkung des Redakteurs: Diese Analyse wurde ursprünglich als Aktienkommentar von Morningstar Equity Research veröffentlicht.

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