Die SpaceX-Aktie SPCX wurde im Rahmen des Börsengangs mit 135 USD pro Aktie bewertet. Angesichts der großen Bandbreite möglicher finanzieller Ergebnisse halten wir die Aktien für deutlich überbewertet.
Warum das wichtig ist: Nach mehreren aufeinanderfolgenden Finanzierungsrunden, die in einem 250-Milliarden-Dollar-Deal gipfelten, bei dem ein Labor für Künstliche Intelligenz von dessen Gründer übernommen und die Marktbewertung von SpaceX auf rund 1,5 Billionen USD festgesetzt wurde, sind jetzt die Voraussetzungen gegeben, dass die Eigentümer des Unternehmens bis zu 4,9 % der Anteile öffentlichen Anleger anbieten.
Fazit: Unsere Fair Value-Schätzung für SpaceX mit seinem schmalen Economic Moat, liegt bei 63 USD pro Aktie. Die Kerngeschäfte des Unternehmens – Raketenstarts und Satellitenkommunikation – treiben sein Moat Rating, das auf die enormen Kostenvorteile zurückzuführen ist, die durch kontinuierliche Forschung und Entwicklung sowie zunehmende Skaleneffekte erzielt werden.
- Wir sehen eine Vielzahl von Möglichkeiten im Zusammenhang mit dem neu erworbenen KI-Geschäft und halten dessen wirtschaftlichen Burggraben für unbestimmt. Unserer Ansicht nach ist das eine erhebliche Gefahr der Wertminderung für das Unternehmen, was uns dazu veranlasst, unser Economic Moat Rating auf „schmal“ zu begrenzen.
Optimisten sagen: Angesichts eines geringen Emissionsvolumens, das von fast jeder Investmentbank der Welt unterstützt wird, eines lebhaften Anlegerinteresses an Angeboten im Bereich KI-Infrastruktur und eines beispiellosen Wegs zur Aufnahme in den Nasdaq-100-Index bereits 15 Handelstage nach dem Börsengang gehen wir davon aus, dass der Aktienkurs von SpaceX die Trennung wohl überstehen und zumindest für eine gewisse Zeit sogar in die Höhe schnellen wird.
- „Max Q“ – der Zeitpunkt des höchsten Drucks auf eine Trägerrakete – wird für die SpaceX-Aktie in den Monaten nach dem Börsengang eintreten, wenn nacheinander Aktienpakete von privaten Investoren und Mitarbeitern auf den öffentlichen Markt gelangen.
- Wir sind der Ansicht, dass langfristige Anleger, die an den künftigen Vorhaben und dem potenziellen Erfolg von SpaceX teilhaben möchten, dazu Gelegenheiten mit einer größeren Sicherheitsmarge haben werden, als sie der Börsengang voraussichtlich bieten wird.

