Wichtige Morningstar-Kennzahlen für SpaceX
- : 62 USDFair Value-Schätzung
- : ★Morningstar Rating
- : SchmalMorningstar Economic Moat Rating
- : Sehr hochMorningstar Uncertainty Rating
Unsere Einschätzung der Geschäftszahlen von SpaceX
Der Umsatz im zweiten Quartal stieg auf 7,8 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 92 Prozent gegenüber 2025 entspricht. Ausschlaggebend dafür war ein beeindruckender, aber nicht überraschender Anstieg der Umsätze mit KI-Lösungen und der Vermietung von Neocloud-Kapazitäten auf das Siebenfache. Die Bereiche „Launch“ und „Starlink“ wuchsen um 29 Prozent bzw. 67 Prozent. Investitionen in Höhe von 3,5 Milliarden USD in Forschung und Entwicklung führten zu einem operativen Verlust von 143 Millionen USD.
Warum das wichtig ist: Ungeachtet der beträchtlichen Marktchancen für profitables Wachstum bei Starlink liegt das größte Potenzial, aber auch die größte Unsicherheit für die künftige Bewertung von SpaceX SPCX in seinen KI-Projekten, die derzeit auf dem raschen Aufbau von Rechenkapazitäten und deren Vermietung basieren.
Fazit: Wir haben unsere Prognose auf Basis der Ergebnisse des zweiten Quartals nicht geändert und bestätigen unsere Fair Value-Schätzung von 62 USD für die Aktien von SpaceX, das über einen schmalen wirtschaftlichen Burggraben verfügt.
- Trotz der ausgeprägten Volatilität seit dem Börsengang sind wir der Ansicht, dass Anleger nach wie vor optimistischere Szenarien hinsichtlich der Wiederverwendbarkeit von „Starship“ und des kommerziellen Vorteils von Datenzentren im Orbit einpreisen, als dies zum jetzigen Zeitpunkt am wahrscheinlichsten ist.
- Wir halten die SpaceX-Aktien für überbewertet: Am 4. August wurden sie im nachbörslichen Handel zu etwa dem Doppelten unserer Fair Value-Schätzung gehandelt.
Zwischen den Zeilen: Wir sind uns nicht sicher, ob die Ankündigung des Unternehmens, für seine kommenden KI-Satelliten in der Umlaufbahn und zukünftigen terrestrischen Rechenzentren ausschließlich Nvidia-Chips zu verwenden, einen Rückzug von den zuvor angekündigten Plänen darstellt, in Zusammenarbeit mit Tesla eigene KI-Chips zu entwickeln und herzustellen.
- Einerseits überrascht uns die Ankündigung nicht, da wir die von SpaceX vorgeschlagenen KI-„Racks“ im Orbit bereits auf der Grundlage der bereits in Produktion befindlichen 72 Grafikprozessoreinheiten von Nvidia modelliert hatten und davon ausgehen, dass Nvidia diese mit moderaten Anpassungen für die Anforderungen von SpaceX konfiguriert.
- Bleibt die Exklusivvereinbarung langfristig bestehen, signalisiert dies ein Bekenntnis, ausreichende Rechenkapazitäten für die Vermietung von „Neocloud“-Diensten bereitzustellen, wobei auf in der Branche etablierte Chips gesetzt wird, statt auf maßgeschneiderte Eigenentwicklungen zurückzugreifen.

