RWE-Aktie vor Veröffentlichung der Quartalszahlen kaufen, verkaufen - oder ist sie fair bewertet?

Schwächeres erstes Quartal erwartet – Investoren achten auf Rückgang im Energiehandel und Bestätigung der Gesamtjahresziele.

Grafik mit Strommasten und Glühbirne

wird am 13. Mai seinen Geschäftsbericht für das erste Quartal 2026 veröffentlichen. Hier ist die Einschätzung von Morningstar dazu, worauf Sie bei den Geschäftszahlen von RWE achten sollten und wie die Aussichten für die Aktie aussehen.

RWE RWE

RWE dürfte ein schwächeres erstes Quartal ausweisen, was die Normalisierung nach außergewöhnlich starken Vorjahreswerten widerspiegelt, insbesondere im Energiehandel und bei der flexiblen Stromerzeugung. Die Anleger werden ihr Augenmerk auf das Ausmaß des Ergebnisrückgangs im Bereich Supply & Trading richten und darauf, ob dieser im Rahmen der Erwartungen für das Gesamtjahr bleibt. Auch die Entwicklung bei der Offshore- und Onshore-Windenergie wird von entscheidender Bedeutung sein, wobei Schwankungen bei der Stromerzeugung und Preiseffekte das Vorjahresergebnis voraussichtlich belasten werden.

Cashflow und Nettoverschuldung werden genau beobachtet werden, insbesondere angesichts der erhöhten Investitionsausgaben im Rahmen des Wachstumsplans von RWE, wobei Investoren nach Bestätigungen hinsichtlich der Kapitalausstattung und der Finanzierungsdisziplin suchen. Die Umsetzung des Ausbaus der erneuerbaren Energien – einschließlich Projektabwicklung und Renditen – bleibt ein zentraler Faktor für die Investment-Story des Unternehmens.

Ein wichtiger Schwerpunkt wird die Prognose sein: Die Bestätigung der Gesamtjahresziele trotz eines schwächeren ersten Quartals wird von Bedeutung sein. Investoren könnten zudem die Höhe der Absicherungsgeschäfte und die Annahmen zu den Strompreisen sowie etwaige Neuigkeiten zu regulatorischen Entwicklungen in den Kernmärkten hinterfragen. Die zentrale Frage bleibt, ob RWE seine Wachstumsambitionen umsetzen und gleichzeitig die Ertragsschwankungen bewältigen kann, während die bisherigen Rückenwindfaktoren nachlassen.

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