Wichtige Morningstar-Kennzahlen für Bayer
- : 52 EURFair Value-Schätzung
- : ★★★Morningstar Rating
- : KeinsMorningstar Economic Moat Rating
- : HochMorningstar Uncertainty Rating
Unsere Einschätzung der Bayer-Ergebnisse
Bayer BAYN meldete für das zweite Quartal ein währungs- und portfoliobereinigtes Umsatzwachstum von 2 Prozent sowie einen Rückgang des bereinigten Gewinns je Aktie um 17 Prozent. Die Gesamtjahresprognose des Managements bei konstanten Wechselkursen bleibt unverändert und sieht ein Umsatzwachstum von 1,5 Prozent sowie einen bereinigten Gewinn je Aktie von durchschnittlich 4,55 Euro vor. Die Aktie legte um 2 Prozent zu.
Warum das wichtig ist: Die Ergebnisse entsprachen weitgehend unseren Erwartungen. Die anhaltende Stärke bei neu eingeführten Pharmaprodukten und die soliden Margen im Bereich Crop Science sorgten dafür, dass das zugrunde liegende Geschäft weiterhin auf Kurs ist, die Gesamtjahresziele zu erreichen.
- Der Umsatz im Pharmabereich stieg währungs- und portfoliobereinigt um 0,8 Prozent. Nubeqa (Prostatakrebs) und Kerendia (Stoffwechsel- / Nierenerkrankungen) legten um 64 Prozent bzw. 83 Prozent zu. Dem standen Rückgänge bei Xarelto (Antikoagulans) und Eylea (Augenheilkunde) von 42 Prozent bzw. 33 Prozent gegenüber. Der Bereich Consumer Health wuchs um 1,5 Prozent.
- Der Umsatz im Bereich Crop Science stieg um 3,5 Prozent, und die EBITDA-Marge vor Sonderposten stieg um fast 4 Prozentpunkte auf 18,4 Prozent. Das Wachstum wurde durch die Wiederzulassung von Dicamba in den USA vorangetrieben, wovon die Bereiche Baumwolle (plus 69 Prozent) und Sojabohnen (plus 17 Prozent) profitierten.
Fazit: Wir behalten unsere Fair Value-Schätzungen von 52 Euro bzw. 15,30 USD pro Aktie für das Unternehmen bei. Nach der Kursrallye im Juni, die vor allem durch das günstige Urteil des Obersten Gerichtshofs im Fall „Monsanto gegen Durnell“ getrieben wurde, betrachten wir die Aktie derzeit als fair bewertet.
Ausblick: Asundexian (Kardiologie) liegt weiterhin im Zeitplan für eine Markteinführung in der sekundären Schlaganfallprävention Ende 2026 oder Anfang 2027. Wir warten auf Daten des Konkurrenten zu Milvexian (entwickelt von Johnson & Johnson und Bristol Myers Squibb) in dieser Indikation aus der Librexia-Stroke-Studie, die noch in diesem Jahr veröffentlicht werden.

