Wichtige Morningstar-Kennzahlen für die Munich Re
- : 510 EuroFair Value-Schätzung
- : ★★★Morningstar Rating
- : KeinesMorningstar Economic Moat Rating
- : MittelMorningstar Uncertainty Rating
Unsere Einschätzung der Geschäftszahlen von Munich Re
Im zweiten Quartal 2026 hat Munich Re die Erwartungen überzeugend übertroffen. Die wichtigste Erkenntnis aus den Zahlen ist die weiterhin niedrige Belastung durch Naturkatastrophen und Großschäden insgesamt. Dies setzt zwar das Geschäftsvolumen und die Preise unter Druck, doch wir gehen davon aus, dass die geringe Schadenbelastung die Gewinne weiter in Richtung eines Rekordniveaus treiben wird.
Warum das wichtig ist: Munich Re hat im zweiten Quartal einen Nettogewinn von 2,21 Milliarden Euro erzielt und damit die von dem Unternehmen zusammengestellte Konsensschätzung deutlich übertroffen. Mit 3,92 Milliarden Euro im ersten Halbjahr dürfte das Unternehmen seine Gesamtjahresprognose von 6,3 Milliarden Euro problemlos erreichen – und wahrscheinlich auch unsere Prognose von 6,7 Milliarden Euro.
- Die hohen Gewinne sind auf die geringe Großschadenbelastung zurückzuführen. In der Schaden- und Unfallrückversicherung belasteten große Naturkatastrophen die Schaden-Kosten-Quote mit lediglich 1,4 Prozentpunkten und von Menschen verursachte Großschäden mit 3,5 Prozentpunkten. Für das Gesamtjahr hat Munich Re dafür 14,5 beziehungsweise 3,5 Prozentpunkte budgetiert – insgesamt also 18 Prozentpunkte.
- Damit setzt sich die geringe Großschadenbelastung des ersten Quartals fort. Damals entfielen 1,5 Prozentpunkte auf große Naturkatastrophenschäden und 2,0 Prozentpunkte auf von Menschen verursachte Großschäden. Für den Rest des Jahres bleibt damit ein erheblicher Puffer.
Fazit: Wir behalten unsere Fair Value-Schätzung von 510 Euro und unser „No Moat“-Rating bei. Die Aktie ist derzeit fair bewertet.
- Die geringe Großschadenbelastung trägt zugleich dazu bei, dass der Rückversicherungsmarkt weich bleibt, was sich bei Geschäftsvolumen und Preisen bemerkbar macht. Bei den Vertragserneuerungen zum 1. Juli lagen die risikobereinigten Preise von Munich Re 5,5 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Zudem reduzierte das Unternehmen das gezeichnete Geschäftsvolumen um 9,1 Prozent.
- Stärker ins Gewicht fällt jedoch das Umfeld mit insgesamt niedrigen Großschäden und Schadenforderungen. Angesichts der veränderten Temperaturmuster in Atmosphäre und Ozeanen rechnen wir erneut mit einer schwachen Hurrikansaison im Atlantik. Die Gewinne von Munich Re dürften 2026 ihren Höhepunkt erreichen.

