Diese klassische Anlagestrategie lebt auch 2025 noch

Ein Blick auf die Performance des 60/40-Portfolios in diesem Jahr und die Frage, ob eine andere Strategie besser ist.

This Classic Investment Strategy Is Still Alive in 2025
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Wird das 60/40-Portfolio in diesem Jahr seinem Ruf gerecht, widerstandsfähig zu sein?

Warum das wichtig ist: Die Vorzüge eines klassischen Portfolios aus 60 % Aktien und 40 % Anleihen wurde in den letzten Jahren immer wieder diskutiert. Eine diversifizierte 60/40-Strategie konnte die Anleger beim großen Marktcrash 2022 nicht schützen - ein reines Aktienportfolio hätte sich sogar besser gehalten. Eine historische Untersuchung von Morningstar kam jedoch zu dem Schluss, dass der bewährte Ansatz bei fast allen der schlimmsten Marktcrashs der letzten 150 Jahren die Schmerzen besser lindern konnte als ein reines Aktienportfolio. Amy Arnott, Portfoliostrategin bei Morningstar Inc., erörtert die Höhen und Tiefen des 60/40-Portfolios und seine Performance im Jahr 2025.

10 Fragen zum 60/40-Portfolio

  1. Was ist ein 60/40-Portfolio, und warum ist es so beliebt?
  2. Oft wird behauptet, das 60/40-Portfolio sei “tot” oder veraltet. Warum wird es so oft kritisiert?
  3. Ein Teil dieser Kritik flammte 2022 wieder auf. Warum war die Performance des 60/40-Portfolios in diesem Jahr so schlecht?
  4. Volatilität erschütterte die Märkte im Jahr 2025. Wie hat sich die klassische Anlagestrategie in diesem Jahr bisher geschlagen?
  5. Gibt es Anlageklassen, die 2025 bisher besser abgeschnitten haben? Und warum?
  6. Und welche haben sich schwer getan?
  7. Die Zinssätze liegen bei über 4 %, aber Marktbeobachter gehen davon aus, dass die US-Notenbank die Zinsen im September senken wird. Was könnte das für den festverzinslichen Teil des 60/40-Portfolios bedeuten?
  8. Wie wird sich das 60/40-Portfolio Ihrer Meinung nach in den nächsten Jahren entwickeln?
  9. Sollte man sich weiterhin auf das 60/40-Portfolio verlassen, oder ist eine andere Strategie besser, wie z.B. 70/30 oder 50/30/20, die eine Mischung aus Aktien, Anleihen und alternativen Anlagen sein kann?
  10. Die erprobte Strategie hat sich bewährt. Was ist also das Fazit für heutige und künftige Rentner oder für alle, die weniger Risiko eingehen wollen?

Die wichtigste Aussage zum 60/40-Portfolio

Beim 60/40-Portfolio geht es um Ausgewogenheit. Das heißt, Sie haben 60 % Aktien und 40 % Anleihen. Damit sind Sie in den beiden größten Anlageklassen engagiert. Auf der Aktienseite haben Sie ein Aktienengagement, das Ihnen im Laufe der Zeit das Potenzial für Wachstum und Kapitalzuwachs bietet. Auf der Anleihenseite haben Sie eine Rendite aus den Anleihekupons und hoffentlich auch einen gewissen Schutz vor Kursverlusten.

Mit diesen beiden Dingen zusammen erhält man also ein ziemlich breites Marktengagement und eine Diversifizierung zwischen Aktien und Anleihen. Der Ansatz ist beliebt, weil es ein sehr einfacher Ansatz für den Aufbau eines diversifizierten Portfolios ist und sich in verschiedenen Marktumgebungen gut bewährt hat.

Amy Arnott, Portfoliostratege, Morningstar Inc.

Fazit: Das 60/40-Portfolio ist nicht tot. Obwohl der Anleihemarkt die Anleger 2022 verunsicherte, sagt Arnott, dass es nicht an der Zeit ist, die 60/40-Strategie aufzugeben. Die 60/40-Strategie mag nicht immer in Mode sein, sagt Arnott, aber wie ein klassisches weißes T-Shirt und eine Gap-Jeans ist diese Strategie nach wie vor ein ausgezeichneter Ausgangspunkt für Anleger, um ein diversifiziertes Portfolio aufzubauen. Ein 60/40-Portfolio ist jedoch nicht gleichbedeutend mit einer Einheitsgröße für alle Anleger. Die Asset-Allokation des Portfolios sollte sich an Ihrem Zeithorizont orientieren. Arnott sagt, dass sie die Zukunft des 60/40-Portfolios nicht vorhersagen kann, aber zusammen können die Beobachtung der Renditen als einem guten Indikator für die zu erwartenden Renditen für festverzinsliche Wertpapiere und die Abwägung zwischen amerikanischen und internationalen Aktien helfen, sich auf die Zukunft vorzubereiten.

Mehr von Morningstar über das 60/40-Portfolio

Bei einem 60/40-Portfolio geht es um Ausgewogenheit. Arnott sagt, dass ein Teil dieser Ausgewogenheit darin besteht, das Engagement in US-amerikanischen und internationalen Aktien zu betrachten. Nicht-US-Aktien haben im Jahr 2025 besser abgeschnitten, und Dan Lefkovitz erläutert, warum dieses Jahr der richtige Zeitpunkt für Investments in internationale Aktien ist. Angesichts des schwachen US-Dollars betont Arnott zudem, wie wichtig die Währung für internationale Investments ist.

Es gab auch Argumente dafür, den 60/40-Anteil um Alternativen zu erweitern. Wenn es um Alternativen 2025 geht, ist es keine Überraschung, dass Anleger auf Gold setzen. Laut Arnott ist Gold mit einem Anstieg von 29 % eine der Anlageklassen mit der besten Performance in diesem Jahr.

Von der Volatilität der Märkte können Anleger viel lernen. Der kürzlich von Morningstar durchgeführte Stresstest für die 60/40-Strategie hat gezeigt, wie die Strategie den Schmerz der Anleger langfristig verringern konnte. Emelia Fredlick geht in ihrem Artikel What We’ve Learned From 150 Years of Market Crashes (Was wir aus 150 Jahren Marktabstürzen gelernt haben) näher auf die Geschichte der Marktabschwünge ein. Fredlick erklärt, was wir aus Marktabstürzen vorhersagen können und was nicht, und gibt Anlegern Tipps, wie sie mit der Volatilität der Märkte umgehen können.

Jess Bebel, Multimedia-Redakteurin bei Morningstar, hat zu diesem Artikel beigetragen.

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