Siemens Energy: US-Rechenzentren beflügeln das Wachstum - Aktie teuer

Wir halten die Siemens-Energie-Aktie für leicht überbewertet.

Das Siemens Energy-Logo auf einer Stele an einem Standort des Unternehmens.
Matthias Balk/picture alliance via Getty

Wichtige Morningstar-Kennzahlen für Siemens Energie

  • Fair Value-Schätzung
    : 140 EUR
  • Morningstar Rating
    : ★★
  • Morningstar Economic Moat Rating
    : Schmal
  • Morningstar Uncertainty Rating
    : Hoch

Unsere Einschätzung der Ergebnisse von Siemens Energy

Die endgültigen Ergebnisse von Siemens Energy ENR für das zweite Quartal zeigten, dass die USA der wichtigste Wachstumsmotor waren und die Schwäche in EMEA und Asien ausglichen. Das Unternehmen erhöhte seinen Aktienrückkauf für 2026 um 1 Milliarde Euro. Am 23. April hatte es vorläufige Ergebnisse veröffentlicht und die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 angehoben.

Warum das wichtig ist: Die USA waren der wichtigste Wachstumsmotor, mit einem Auftragsanstieg von 65 % im Jahresvergleich und einem organischen Umsatzwachstum von 33 %. Infolgedessen lag das Book-to-Bill-Verhältnis in der Region bei 2,3 gegenüber 1,9 im Vorjahresquartal. Dieses Wachstum wurde von den beiden Kerngeschäften Gas Services und Grid Technologies getragen.

  • Mit 12 Gigawatt Auftragseingängen – das entspricht etwa der Hälfte der für 2024 geplanten Kapazität – verzeichneten die Gasdienstleistungen den höchsten Quartalsauftragseingang aller Zeiten, getragen von der starken Nachfrage aus US-Rechenzentren, die sich auf 5 GW belief. Die hohe Nachfrage nach Transformatoren in den USA steigerte den Umsatz im Bereich Netztechnologien.
  • Auch der Bereich Netztechnologien profitierte von Rechenzentren, auf die im ersten Halbjahr Aufträge im Wert von 2 Mrd. Euro entfielen, was 15 % der Aufträge des Geschäftsbereichs entspricht.

Fazit: Wir bestätigen unsere Fair Value-Schätzung von 140 Euro und das Morningstar Economic Moat Rating von schmal für Siemens Energy. Die Aktie erscheint überbewertet, da der Markt die derzeit hohen Margen als dauerhaft einpreist und dabei die unvermeidliche Normalisierung ignoriert, die mit dem Eintritt neuer Kapazitäten und einer Verlangsamung des Auftragseingangs einhergeht.

Zwischen den Zeilen: Der Konzern hat seinen Aktienrückkauf um 1 Mrd. Euro auf 3 Mrd. Euro im Jahr 2026 beschleunigt, um den starken freien Cashflow zu nutzen. Er behielt sein Ziel eines Aktienrückkaufs in Höhe von 6 Mrd. Euro für den Zeitraum 2026–2028 bei.

  • Der Konzern bestätigte, dass die Anhebung der Free-Cashflow-Prognose von 4–5 Mrd. Euro auf rund 8 Mrd. Euro größtenteils auf Vorauszahlungen von Kunden im Zusammenhang mit dem hohen Auftragsvolumen zurückzuführen ist.

Wichtige Kennzahlen: Die Auftragseingänge in Europa/Nahost/Afrika gingen um 3 % zurück, was auf einen Rückgang der Aufträge bei Siemens Gamesa um 24 % zurückzuführen ist. Der Umsatz in Asien brach um 20 % ein, während die Auftragseingänge um 66 % stiegen.

Vorschau: Zusammen mit den am 11. November fälligen Ergebnissen für das Geschäftsjahr 2026 wird Siemens Energie die Prognose für 2030 veröffentlichen.

Anmerkung des Redakteurs: Diese Analyse wurde ursprünglich als Aktienkommentar von Morningstar Equity Research veröffentlicht.

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