Samsung Electronics: Vorläufige Zahlen fallen leicht schwächer als erwartet aus

Wir sind der Meinung, dass die Samsung-Electronics-Aktie fair bewertet ist.

Collage-Illustration für den Technologiesektor mit einem Halbleiterchip.

Wichtige Morningstar-Kennzahlen für Samsung Electronics

  • Fair Value-Schätzung
    : 330,000 KRW
  • Morningstar Rating
    : ★★★
  • Morningstar Economic Moat Rating
    : Keine
  • Morningstar Uncertainty Rating
    : Hoch

Die vorläufigen Umsatz- und operativen Margen von Samsung für das Juni-Quartal beliefen sich auf 171 Billionen KRW bzw. 52 % und stiegen damit im Vergleich zum Vorquartal um 28 % bzw. 953 Basispunkte. Samsung wird seine vollständigen Ergebnisse am 30. Juli 2026 veröffentlichen.

Warum das wichtig ist: Während die operative Marge weitgehend im Rahmen unserer Erwartungen lag, fiel der Umsatz um 4 Prozent leicht unter unsere Prognosen. Wir führen dies auf eine stärker als erwartete Abschwächung der DRAM-Preiserhöhungen zurück. Wir schätzen die DRAM-Preiserhöhungen im Vergleich zum Vorquartal auf 30 Prozent, während wir 40 Proeznt prognostiziert hatten.

  • Wir führen die geringeren Preisanstiege auf einen höheren Anteil an Langzeitverträgen (LTAs) zurück. Da LTAs Preisbänder enthalten, die Schwankungen begrenzen, erwarten wir, dass sich die Preisanstiege abschwächen, je mehr LTAs unterzeichnet werden. Dennoch dürften die DRAM-Preise bis ins Jahr 2028 hinein stark bleiben - angesichts der robusten kurzfristigen Nachfrage im KI-Bereich und einer geschätzten durchschnittlichen Laufzeit der LTAs von 3 Jahren.
  • Aufgrund der erwartungsgemäßen Rentabilität gehen wir davon aus, dass die operative Marge im Speichergeschäft von Samsung bei 71 % lag und damit unter den 80 % von Micron im letzten Quartal. Wir glauben, dass die geringeren Margen auf Kostendruck aufgrund der neuen Vergütungsvereinbarung mit der Gewerkschaft zurückzuführen sind und nicht auf einen schwächeren Produktmix.

Fazit: Wir behalten unsere Fair Value-Schätzung für Samsung Electronics (005930) zuächst bei und werden unsere Annahmen überprüfen, sobald die vollständigen Ergebnisse veröffentlicht werden. Die Aktie fiel nach der Veröffentlichung um 9,6 Prozent, was darauf hindeutet, dass die Anleger angesichts der geringeren Preiserhöhungen Bedenken hinsichtlich der Ertragskraft von Samsung haben.

  • Wir sind der Ansicht, dass Anleger ihr Augenmerk eher auf die Preisstabilität bei Speicherchips als Barometer für die Bewertungen richten sollten als auf Preisunterschiede. Wir rechnen weiterhin mit kurzfristigen Engpässen bei Speicherchips, da das Angebotswachstum im Jahr 2026 gering ausfallen wird, was die Preise stabil halten dürfte. Dennoch halten wir an unserem Basisszenario einer Konjunkturwende im Jahr 2029 fest, die durch starke Kapazitätserweiterungen in den Jahren 2027 und 2028 vorangetrieben wird.

Ausblick: Wir erwarten, dass sich die Performance von Samsung Foundry in den nächsten Quartalen deutlich verbessern wird. Da die Produktion der HBM4-Basischips nun ernsthaft anläuft und Berichten zufolge Aufträge von Google und AMD für Samsungs fortschrittliche Strukturgrößen eingegangen sind, rechnen wir mit einer deutlichen Erholung der Rentabilität in diesem Segment.

Anmerkung des Redakteurs: Diese Analyse wurde ursprünglich als Aktienkommentar von Morningstar Equity Research veröffentlicht.

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