Wichtige Morningstar-Kennzahlen für RWE
- : 65 EURFair Value-Schätzung
- : ★★★Morningstar Rating
- : KeineMorningstar Economic Moat Rating
- : MittelMorningstar Uncertainty Rating
Unsere Einschätzung der RWE-Ergebnisse
Das EBITDA von RWE stieg im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 15 % auf 1,6 Mrd. Euro, was den vom Unternehmen zusammengestellten Konsensprognosen entsprach. Das bereinigte Ergebnis je Aktie (EPS) stieg um 25 % auf 0,85 Euro. Der Konzern bestätigte seine Prognose für 2026, einschließlich eines EPS im Bereich von 2,20 € bis 2,90 Euro.
Warum das wichtig ist: Das EBITDA des Geschäftsbereichs Flexible Erzeugung stieg um 73 %, dank eines Einmalertrags in Höhe von 332 Mio. Euro als Entschädigung für die Produktionsbeschränkung eines niederländischen Kohlekraftwerks im Jahr 2022. Der Konzern änderte seine Prognose für 2026 für diesen Geschäftsbereich nicht, obwohl Einmalerträge darin eigentlich nicht enthalten sein sollten.
- Ohne diesen Einmalposten wäre das bereinigte EBITDA des Konzerns unverändert geblieben. Ausschlaggebend dafür ist die schwache Entwicklung des Handelsgeschäfts, das einen EBITDA-Verlust von 84 Mio. Euro verzeichnete. Dieses Geschäft weist von Quartal zu Quartal starke Schwankungen auf, sodass wir uns über diesen Rückschlag keine allzu großen Sorgen machen. Außerdem hat der Konzern seine Gesamtjahresprognose für das Geschäft beibehalten.
- Positiv zu vermerken ist, dass das EBITDA der Offshore-Windenergie dank besserer Windbedingungen als im Vorjahr und einer bilanziellen Änderung, die auf EBIT-Ebene neutral ist, um 50 % gestiegen ist. RWE hat im ersten Quartal 0,1 Gigawatt an Kapazität in Betrieb genommen. Der Bestand an Projekten im Bau beträgt 10,4 GW gegenüber 10,3 GW zum Jahresende 2025.
Fazit: Da das Ergebnis je Aktie (EPS) des ersten Quartals 32 % unseres für 2026 prognostizierten EPS von 2,60 ausmacht – gegenüber 27 % im Vorjahr –, besteht eine gute Chance, dass der Konzern seine Prognose übertreffen wird, sollte sich die Rentabilität des Handelsgeschäfts erholen.
- Dennoch behalten wir zum jetzigen Zeitpunkt unsere Schätzungen und unsere Fair Value-Schätzung von 65 Euro für das RWE ohne Wettbewerbsvorteil bei. Die Aktien erscheinen unterbewertet, da der Markt hinsichtlich der Umsetzung des Geschäftsplans 2026–2031 abwartend ist.
Wichtige Kennzahlen: Der operative Cashflow lag im ersten Quartal bei minus 2,27 Mrd. Euro, gegenüber minus 1,15 Mrd. Euro im Vorjahresquartal. Ausschlaggebend dafür ist die Inanspruchnahme von Rückstellungen in Höhe von 3,1 Mrd. Euro im Zusammenhang mit der Stilllegung von Kohle- und Kernkraftwerken. Infolgedessen stieg die Nettoverschuldung im ersten Quartal um 4,7 Mrd. Euro auf 15,6 Mrd. Euro.

