Moderna und Merck: Positive Phase-3-Daten für mRNA-Krebsimpfstoff Intismeran

Wir haben unsere Fair Value-Schätzungen für die Aktien von Moderna und Merck angehoben.

Das Moderna-Logo ist auf der Hauptstraße in Warschau zu sehen. Es wird erwartet, dass das Land im Jahr 2024 ein Wirtschaftswachstum von etwa 3 % verzeichnen wird, das zu einem großen Teil auf den öffentlichen Konsum zurückzuführen ist.
Sasha Aleksandra Graf via Getty

In einer Phase-3-Studie verbesserte die individualisierte Neoantigen-Therapie Intismeran in Kombination mit Keytruda das rezidivfreie Überleben und das fernmetastasenfreie Überleben bei Melanompatienten im Vergleich zur alleinigen Behandlung mit Keytruda. Die Moderna-Aktie stieg am 19. August im Tagesverlauf um fast 15 Prozent, während die Merck-Aktie um über 10 Prozent zulegte.

Weshalb das wichtig ist: Die rückläufige Nachfrage nach Covid-Impfstoffen und ein unsicheres politisches Umfeld in den USA rund um die Impfstoffpolitik haben Moderna dazu veranlasst, seine finanziellen Mittel sorgfältig einzusetzen und nur in die vielversprechendsten Programme zu investieren. Der Erfolg von Intismeran in Phase 3 bestätigt jedoch das Potenzial der mRNA-Technologie des Unternehmens über den Bereich der Impfstoffe hinaus.

  • Zwar handelt es sich bei der Krebsart, die im Rahmen der Studie Interpath-001 untersucht wurde, um eine relativ kleine Nische, nämlich das Hochrisiko-Melanom im adjuvanten Stadium, also nach einer Operation (30.000 Patienten in den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union). Doch die Aussichten für die laufenden Studien mit Intismeran, darunter auch zur adjuvanten Behandlung von Lungenkrebs (mehr als 100.000 Patienten in den USA und der EU), sind vielversprechend.

Fazit: Wir erhöhen unsere Fair Value-Schätzungen für Merck (mit Wide Moat Rating) von 111 auf 143 US-Dollar je Aktie und für Moderna (ohne Moat) von 79 auf 163 US-Dollar, nachdem wir unsere Umsatzprognose für Intismeran bis 2035 auf 16,8 Milliarden US-Dollar (zuvor 7,2 Milliarden US-Dollar) angehoben haben. Dabei gehen wir davon aus, dass sich die Partner die Gewinne aus dem Programm zu gleichen Teilen teilen.

  • Wir haben unsere geschätzte Zulassungswahrscheinlichkeit für Intismeran bei Melanom von 60 auf 100 Prozent und bei Lungenkrebs von 40 auf 60 Prozent erhöht. Zudem haben wir unser Modell um Phase-2-Programme für Nieren- und Blasenkrebs erweitert. Wir rechnen mit einer raschen Zulassung, voraussichtlich in der ersten Hälfte des Jahres 2027, sobald die Daten eingereicht werden.
  • Wir erwarten Daten zur Kombination von Keytruda und Intismeran in weiteren Anwendungsgebieten, in denen Keytruda bereits Wirksamkeit gezeigt hat. Dazu gehören Daten aus der Phase-2-Studie zu Nierenkrebs, die noch in diesem Jahr erwartet werden, sowie Daten aus der Phase-2-Studie zu Blasenkrebs, die für das Jahr 2027 erwartet werden.
  • Das Ausmaß des Nutzens wurde bislang nicht veröffentlicht. Ein positives Ergebnis bei dieser ersten Zwischenanalyse ist jedoch ein gutes Zeichen, da Merck und Moderna die Studie wahrscheinlich mit hohen statistischen Anforderungen für eine frühzeitige Auswertung konzipiert haben. Die Daten der Phase-2b-Studie nach fünf Jahren zeigten eine Senkung des Risikos für ein Rezidiv oder den Tod um 49 Prozent.

Anmerkung des Redakteurs: Diese Analyse wurde ursprünglich als Aktienkommentar von Morningstar Equity Research veröffentlicht.

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