Meta Platforms hat am 29. Juli seinen Geschäftsbericht für das zweite Quartal veröffentlicht. Hier finden Sie die Einschätzung von Morningstar zu den Geschäftsergebnissen und der Aktie von Meta.
Wichtige Morningstar-Kennzahlen für Meta Platforms
- : 850,00 USDFair Value-Schätzung
- : ★★★★Morningstar Rating
- : BreitMorningstar Economic Moat Rating
- : HochMorningstar Uncertainty Rating
Meta hat seine Ergebnisse für das zweite Quartal bekannt gegeben: Der Umsatz stieg um 28 Prozent auf 61 Milliarden US-Dollar, während die bereinigte Marge von 43 Prozent im Vorjahr auf 31 Prozent sank. Denn die Investitionen in künstliche Intelligenz haben in Verbindung mit einmaligen Rechts- und Abfindungskosten auf die Margen gedrückt. Die Prognose erwartet für das neue Quartal einen Umsatz von 62,5 Milliarden US-Dollar.
Warum dies von Bedeutung ist: Unserer Ansicht nach bieten die Investitionen von Meta in KI-Rechenkapazitäten zwei wertsteigernde Nutzungsmöglichkeiten. Intern sorgt der Einsatz von KI für einen Anstieg der Erträge im gesamten Anzeigenbereich. Extern erwägt das Unternehmen, überschüssige Rechenkapazitäten an andere KI-Labore zu verkaufen und damit eine neue Einnahmequelle zu erschließen.
- KI-gestützte Inhalts- und Anzeigenempfehlungen ermöglichen es Meta, in seinem Anzeigengeschäft gleichzeitig sowohl die Preise als auch das Volumen zu steigern. Die Impressionen, also die Volumina, stiegen um 14 Prozent – nach 11 Prozent im Vorjahreszeitraum. Auch die Anzeigenpreise legten stärker zu: Sie stiegen um 12 Prozent – nach einem Plus von 9 Prozent ein Jahr zuvor.
- Angesichts einer der größten Flotten von KI-Beschleunigern außerhalb der öffentlichen Cloud-Anbieter betrachten wir die Rechenzentren von Meta als vielseitig nutzbare Ressource in einer Welt mit begrenzten Rechenkapazitäten. Wir gehen davon aus, dass das Unternehmen im Jahr 2027 den Verkauf von Rechenkapazitäten aktiv als Einnahmequelle verfolgen wird.
Fazit: Wir bekräftigen unsere Fair Value-Schätzung für das Unternehmen Meta mit seinem breiten Wettbewerbsvorteil und betrachten den Kursrückgang nach Börsenschluss als Überreaktion, mit der die Aktie weiterhin attraktiv bewertet ist.
- Auch wenn Pessimisten den dramatischen Einbruch der Marge um rund 12 Prozentpunkte gerne als Beweis dafür anführen, dass KI-Investitionen die Margen von Meta unter Druck setzen, lagen die operativen Margen bereinigt um einmalige Aufwendungen bei fast 37 Prozent.
- Zudem erwarten wir, dass Meta angesichts steigender KI-Kosten weiterhin Einsparungen innerhalb der eigenen Organisation vornehmen wird, wie dies bereits bei den jüngsten Personalabbaumaßnahmen im Mai 2026 zu beobachten war. Wir erwarten, dass diese operativen Effizienzsteigerungen sowie ein robustes Umsatzwachstum dazu führen werden, dass die Margen in den nächsten fünf Jahren im mittleren bis hohen 30er-Bereich bleiben werden.
In Kürze: Im Gegensatz zu Alphabet hat Meta seine Investitionsausgaben für 2026 nicht wesentlich erhöht; der Mittelwert der Prognose des Managements stieg von 135,0 Milliarden USD auf 137,5 Milliarden USD.
Im Folgenden finden Sie Auszüge aus dem Unternehmensbericht von Morningstar zu Meta Platforms.
Fair Value-Schätzung für Meta Platforms
Angesichts des 4-Sterne-Ratings sind wir der Ansicht, dass die Meta-Aktie im Vergleich zu unserer langfristigen Fair Value-Schätzung von 850 USD moderat unterbewertet ist. Diese zeigt ein bereinigte Kurs-Gewinn-Verhältnis für das laufende Jahr von 26 und ein Verhältnis zwischen Unternehmenswert und bereinigtem EBITDA von 13. Wir prognostizieren für die nächsten fünf Jahre eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate für den Umsatz von 22 Prozent, getrieben in erster Linie durch einen Anstieg des durchschnittlichen Umsatzes pro Nutzer, aber auch durch ein Wachstum der Nutzerzahlen.
Darüber hinaus erwarten wir, dass Meta mit dem Ausbau seiner KI-Rechenzentren überschüssige Kapazitäten an KI-Forschungslabore vermieten wird. Wir erwarten, dass dieses Geschäft von praktisch 0 US-Dollar im laufenden Jahr auf 40 Milliarden US-Dollar bis zum Jahr 2030 wachsen wird. Im Bereich Werbung sehen wir für Meta in Asien und dem Rest der Welt große Monetarisierungsmöglichkeiten. Mit Blick auf die Zukunft gehen wir davon aus, dass sich die Rentabilität des Unternehmens verschlechtern wird. Die operativen Margen dürften im Rahmen unserer expliziten Fünfjahresprognose auf 36 Prozent sinken, da steigende Vergütungs- und Abschreibungskosten das starke Umsatzwachstum schmälern werden.
Erfahren Sie mehr über die Fair Value-Schätzung von Meta Platforms.
Dieser Artikel wurde von Irza Waraich zusammengestellt.

