Wichtige Morningstar-Kennzahlen für Meta Platforms
- : 850,00 USDFair Value-Schätzung
- : ★★★★Morningstar Rating™
- : BreitMorningstar Economic Moat Rating
- : HochMorningstar Uncertainty Rating
Meta Platforms META hat sich im Rahmen eines Vergleichs bereit erklärt, 17 Milliarden US-Dollar an Geldbußen zu zahlen und Änderungen an seinen Plattformen zum Schutz jugendlicher Nutzer vorzunehmen. Dazu gehören tägliche Nutzungsbeschränkungen, das Blockieren von Benachrichtigungen und Einschränkungen während der Nacht. Der vorgeschlagene Vergleich muss noch von einem Gericht genehmigt werden.
Warum das wichtig ist: Sollte der Vergleich genehmigt werden, würde damit ein erheblicher rechtlicher Unsicherheitsfaktor für die Meta-Aktie wegfallen. Frühere Berichte waren von möglichen rechtlichen Verpflichtungen ausgegangen, die deutlich über den nun vorgeschlagenen 17 Milliarden US-Dollar lagen.
- Wir gehen davon aus, dass die Meta auferlegten Änderungen das Nutzungsverhalten die von Jugendlichen auf den Plattformen von Meta verbrachte Zeit nur geringfügig reduzieren werden. Unsere Einschätzung stützt sich darauf, dass die Einigung zwar eine Begrenzung der App-Nutzungszeit auf zwei Stunden vorsieht, die durchschnittliche Nutzungsdauer von Jugendlichen auf den Plattformen von Meta in den USA jedoch weniger als 30 Minuten beträgt.
- Angesichts des voraussichtlich nur geringfügigen Rückgangs der Nutzungsdauer erwarten wir aus zwei Gründen keine größeren Auswirkungen auf den Umsatz. Erstens machen Jugendliche weniger als 10 Prozent der gesamten US-Nutzerbasis aus. Zweitens ist ihr Anteil am Umsatz noch geringer. Der eigentliche Wert jugendlicher Nutzer liegt in ihrem langfristigen Kundenwert – und dieser bleibt durch den Vergleich erhalten.
Fazit: Wir behalten unsere Fair Value-Schätzung von 850 USD pro Aktie für Meta (“Wide Moat”) bei. Der Barwert der Vergleichszahlung in Höhe von 17 Milliarden USD, die über einen Zeitraum von 10 Jahren gezahlt wird, beträgt weniger als 1 Prozent der Marktkapitalisierung des Unternehmens. Wir betrachten Meta weiterhin als erheblich unterbewertet.
- Neben den rechtlichen Herausforderungen sorgen sich Anleger weiterhin um die Rendite von Metas Investitionen in künstliche Intelligenz. Darin sehen wir derzeit den größten Belastungsfaktor für die Aktie.
- Wir glauben, dass Meta mehrere Möglichkeiten hat, KI zu monetarisieren: über Werbung, den Verkauf von Tokens an externe Kunden über die Meta-API sowie den Verkauf überschüssiger Rechenkapazitäten an andere KI-Labore. Unserer Ansicht nach unterschätzt der Markt insbesondere die beiden letztgenannten Möglichkeiten deutlich.
Ausblick: Wir erwarten, dass Meta in den kommenden Quartalen konkrete Pläne für den Verkauf überschüssiger Rechenkapazitäten an externe KI-Labore vorlegen wird. Ab 2027 und darüber hinaus dürfte dies einen erheblichen Beitrag zum Umsatz leisten.

