Kimi 3.0 könnte der nächste „DeepSeek-Moment“ werden - diese Cloud-Aktien würden wir jetzt kaufen

Wir halten den durch den von K3 ausgelösten Kursrückgang bei Alphabet, Amazon und Microsoft für ungerechtfertigt.

Ein Blick auf den Hauptsitz von Google.
Tayfun Coskun/Anadolu via Getty

Moonshot AI hat „Kimi K3“ auf den Markt gebracht, ein Open-Weight-Modell mit 2,8 Billionen Parametern, das laut Benchmark-Tests fast ebenso leistungsfähig ist wie „Fable 5“ von Anthropic, dabei jedoch kostengünstiger ist. Die Einführung setzt Unternehmen aus dem Bereich der KI-Hardware und -Infrastruktur unter Druck.

Warum das wichtig ist: Die wichtigste Erkenntnis, die wir aus der Einführung von K3 ziehen, ist, dass der Fortschritt im Bereich der KI weitergeht, wobei Moonshot neue algorithmische Techniken einsetzt, um die Leistung zu steigern. Diese Verbesserung ist ein positives Signal für das gesamte Ökosystem, denn ein wirklich negatives Szenario wäre eines, in dem der technologische Fortschritt ins Stocken gerät.

  • Zwar stellt K3 einen Fortschritt dar, doch wir wären vorsichtig damit, ihm bei realen Aufgaben eine nahezu gleichwertige Leistung wie den US-amerikanischen Spitzenmodellen wie Fable 5 zuzuschreiben. Open-Weight-Modelle sind häufig darauf optimiert, in Benchmark-Tests besonders gut abzuschneiden, wodurch ihre tatsächliche Leistungsfähigkeit im Alltag überschätzt werden kann.
  • Open-Weight-Modelle sind häufig darauf optimiert, in Benchmark-Tests besonders gut abzuschneiden, wodurch ihre tatsächliche Leistungsfähigkeit im Alltag überschätzt werden kann.

Fazit: Wir halten an unseren Fair Value-Schätzungen für Alphabet (GOOGL) (433 USD pro Aktie), Amazon (AMZN) (280 USD) und Microsoft (MSFT) (600 USD) fest und halten den durch den K3-Index ausgelösten Ausverkauf bei jedem dieser Titel für ungerechtfertigt.

  • Selbst wenn man das pessimistische Szenario zugrunde legt und annimmt, dass Open-Weight-Modelle tatsächlich mit den führenden US-KI-Modellen gleichgezogen haben, würde sich unserer Ansicht nach an der Investmentthese für Cloud-Infrastruktur kaum etwas ändern. Günstigere KI-Inferenz dürfte die Nachfrage nach Rechenleistung erhöhen – und davon profitieren diese Unternehmen.
  • Anders ausgedrückt: Selbst wenn ein Unternehmen seinen gesamten KI-Stack auf Open-Weight-Modelle umstellen würde, bräuchte es weiterhin Cloud-Infrastruktur, um diese Anwendungen zu betreiben, Daten zu speichern sowie Sicherheit und den Zugriff auf Ressourcen zu verwalten. All das spricht weiterhin für Cloud-Infrastrukturanbieter.

Anmerkung des Redakteurs: Diese Analyse wurde ursprünglich als Aktienkommentar von Morningstar Equity Research veröffentlicht.

Der Autor/Autorin oder die Autoren besitzen keine Aktien der in diesem Artikel erwähnten Wertpapiere. Informieren Sie sich hier Redaktions-Richtlinien von Morningstar.