Wichtige Morningstar-Kennzahlen für Fresenius Medical Care
- : 67 EURFair Value-Schätzung
- : ★★★★Morningstar Rating
- : SchmalMorningstar Economic Moat Rating
- : HochMorningstar Uncertainty Rating
Unsere Einschätzung der Geschäftszahlen von Fresenius Medical Care
Fresenius Medical Care FME meldete Ergebnisse für das zweite Quartal, die ein organisches Umsatzwachstum von 5 Prozent, einen Anstieg des bereinigten Betriebsergebnisses um 20 Prozent sowie ein Wachstum des bereinigten Gewinns je Aktie um 24 Prozent auf 1,13 Euro umfassten – und damit über der FactSet-Konsensschätzung von 1,07 Euro lagen. Das Management passte seinen Ausblick für 2026 jedoch nicht an.
Warum das wichtig ist: Nachdem die Aktie seit unserem Aktien-Pitch zu Fresenius Medical Care Mitte Mai um über 20 Prozent gestiegen war, gab sie im US-Handel nach Bekanntgabe dieser Nachricht am 3. August zunächst um etwa 1 Prozent nach, da die Anleger offenbar auf größere Fortschritte beim Ausblick für 2026 gehofft hatten. Dieser sieht im Mittel gegenüber 2025 eine weitgehend unveränderte Entwicklung sowohl beim Umsatz als auch beim operativen Ergebnis vor.
- Im Quartal waren wir besonders beeindruckt von der starken Leistung des Segments „Care Delivery“ (Dialysedienstleistungen), das den Umsatz organisch um 7 Prozent und das bereinigte operative Ergebnis um 40 Prozent steigerte, während sich die operativen Margen auf den von dem wichtigen Wettbewerber DaVita gesetzten Standard von 15 Prozent ausweiteten.
- In der zweiten Jahreshälfte erhalten US-Dialysezentren jedoch keine Zusatzzahlungen mehr für bestimmte Medikamente wie Phosphatbinder, was trotz der starken Entwicklung im ersten Halbjahr für den Rest des Jahres zu Margendruck führen könnte.
Fazit: Wir behalten unsere Fair Value-Schätzung von 67 Euro für Fresenius Medical Care (schmaler wirtschaftlicher Burggraben) bei und halten unseren kurz- und langfristigen Ausblick für das Unternehmen angesichts dieser Nachrichten unverändert. Die Aktie erscheint unserer Ansicht nach moderat unterbewertet, insbesondere im Vergleich zum Wettbewerber DaVita.
- Insgesamt gehen wir davon aus, dass Fresenius bis 2030 seinen Umsatz jährlich um etwa 3 Prozent steigert und die bereinigte operative Marge ab 2025 um etwa 200 Basispunkte ausweitet – durch Effizienzmaßnahmen im Dienstleistungsbereich, Neuverhandlungen von Medizintechnik-Verträgen und letztendliche Vorteile aus einer laufenden Medizintechnik-Markteinführung.
- Unsere Annahmen fallen nach wie vor schwächer aus als die Ziele des Managements, die eine Margenverbesserung um etwa 400 Basispunkte bis 2030 vorsehen. Wir bleiben etwas vorsichtiger hinsichtlich des Zeitpunkts, zu dem das Medizintechnikgeschäft nach der Markteinführung des 5008X-Systems die branchenüblichen Margen im mittleren Zehnerbereich erreichen wird.

