Allianz: Ergebnisse im Rahmen der Erwartungen, mit positiver Schaden- und Unfallversicherung

Wir halten die Allianz-Aktie für leicht unterbewertet.

Collage-Illustration für den Finanzdienstleistungssektor mit einem Taschenrechner.

Wichtige Morningstar-Kennzahlen für die Allianz

  • Fair Value-Schätzung
    : 407 EUR
  • Morningstar Rating
    : ★★★★
  • Morningstar Economic Moat Rating
    : Keines
  • Morningstar Uncertainty Rating
    : Niedrig

Unsere Einschätzung der Ergebnisse der Allianz

Allianz ALV meldete für das erste Quartal Zahlen, die weitgehend den Erwartungen entsprachen: Im Bereich Schaden- und Unfallversicherung sowie bei den Kosten wurden leicht bessere Ergebnisse erzielt, während die Ergebnisse in den Bereichen Lebens- und Krankenversicherung sowie Vermögensverwaltung etwas schwächer ausfielen. Insgesamt übertraf der Konzern die Erwartungen leicht.

Warum das wichtig ist: Die Allianz meldete für die ersten drei Monate des Jahres einen operativen Gewinn von 4,5 Milliarden Euro. Damit ist das Unternehmen im Hinblick auf den Mittelwert seines Gesamtjahresziels von 17,4 Milliarden Euro gut aufgestellt. Unsere Prognose für das Gesamtjahr liegt bei 17,8 Milliarden Euro.

  • Im Bereich Schaden- und Unfallversicherung setzte sich der Rückgang der Prämienraten fort. Die etwas bessere Performance ist unserer Ansicht nach auf ein überdurchschnittliches Underwriting zurückzuführen. Die Auswirkungen von Naturkatastrophen sind zwar gering, aber nicht so gering wie in unserer Gesamtjahresprognose. Dafür gibt es jedoch bessere Auflösungen aus früheren Jahren.
  • Im Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft fiel die Entlastung aus der vertraglichen Servicemarge und der Risikoanpassung etwas geringer aus als erwartet. Positive Abweichungen bei den Schaden- und Aufwandszahlen stützten jedoch das operative Ergebnis im Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft, das etwas unter unserer Jahresprognose liegt.

Fazit: Wir behalten unsere Fair Value-Schätzung von 407 Euro für die Allianz bei. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts erscheinen die Aktien unterbewertet.

  • Im Bereich Vermögensverwaltung arbeitet das Unternehmen weiterhin auf sein Ziel einer Kosten-Ertrags-Quote von 60 % hin und hat seit Jahresende eine Verbesserung um etwa 25 Basispunkte erzielt. Mit 60,4 % liegt die Quote derzeit über unserer Prognose von 60,5 % für das Jahr.
  • Während die Nettomittelzuflüsse im Vermögensverwaltungsgeschäft besser ausfielen als erwartet, lag das operative Ergebnis aufgrund von nach hinten verschobenen Performancegebühren ebenfalls leicht unter unseren Erwartungen. Das Beteiligungsergebnis fiel aufgrund eines besseren Anlageergebnisses auf Konzernebene deutlich besser aus.

Anmerkung des Redakteurs: Diese Analyse wurde ursprünglich als Aktienkommentar von Morningstar Equity Research veröffentlicht.

Der Autor/Autorin oder die Autoren besitzen keine Aktien der in diesem Artikel erwähnten Wertpapiere. Informieren Sie sich hier Redaktions-Richtlinien von Morningstar.