6 Grafiken zum SpaceX-Börsengang

Wie SpaceX Geld verdient, wie es Geld verliert und wie sich der Erlös aus dem Börsengang für wichtige Investoren und Führungskräfte auswirken wird

Gesamtansicht des SpaceX-Logos an einem Gebäude.
AaronP/Bauer-Griffin/GC via Getty

SpaceX veröffentlichte am Mittwoch seinen S-1-Antrag und damit den bislang umfassendsten Überblick über seine Finanzlage. In seinen Kennzahlen gab der Starlink-Entwickler bekannt, dass das Unternehmen 2025 auf konsolidierter Basis einen Umsatz von 18 Mrd. USD erzielte, bei einem Nettoverlust von 4,9 Mrd. USD. Das EBITDA belief sich für das Jahr auf 6,58 Mrd. USD.

Dieser exponentielle Wachstumskurs entwickelte sich über fast zwei Jahrzehnte hinweg. SpaceX wurde 2002 von Elon Musk gegründet und warb im Laufe seiner Geschichte als Privatunternehmen mehr als 10 Mrd. USD an Risikokapital ein. Nun bereiten sich eine Vielzahl von Investoren – darunter Founder’s Fund, DFJ, D1 Capital, Fidelity und Thrive Capital – sowie Tausende von Mitarbeitern der ersten Stunde auf ein Liquiditätsereignis vor, das eine ganze Generation prägen wird.

Von 2024 bis 2025 stieg der Umsatz von SpaceX um 33 %, in den ersten drei Monaten des Jahres 2026 um 15 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Bei genauerer Betrachtung wird das Bild jedoch deutlich komplexer. Obwohl SpaceX ursprünglich als Weltraumforschungsunternehmen präsentiert wurde, ist sein profitabelstes Segment Starlink, eine Satellitenkonstellation, die Hochgeschwindigkeitsinternet anbietet. Starlink verzeichnete zwischen 2024 und 2025 einen Anstieg des bereinigten EBITDA um 86 %, während sich die Gesamtzahl der Abonnenten verdoppelte.

Dennoch schreibt SpaceX weiterhin Nettoverluste, was die Kapitalintensität seines Geschäfts widerspiegelt – selbst im Vergleich zu Herstellern wie Rivian und Tesla.

SpaceX hat seine Ausgaben nach der Übernahme von xAI im Februar 2026 weiter erhöht. Der Erfolg von Starlink subventioniert faktisch die hohen Ausgaben von xAI. Der KI-Bereich verzeichnete im Jahr 2025 einen operativen Verlust von 6,35 Mrd. USD, wodurch SpaceX in die roten Zahlen geriet.

Der durch den Börsengang von SpaceX erzielte Ausstiegswert ist beispiellos. Bei einer erwarteten Bewertung vor der Finanzierungsrunde von 1,675 Billionen USD würde der Börsengang einen höheren Ausstiegswert generieren als alle von Risikokapitalgebern finanzierten Börsengänge des letzten Jahrzehnts zusammen.

Dies könnte zudem den Weg für eine ganze Reihe weiterer Börsengänge ebnen, auf die Risikokapitalgeber schon sehnsüchtig warten. In diesem Jahr stehen die KI-Giganten OpenAI und Anthropic auf dem Programm. Für Limited Partners, die in Fonds investiert haben, die SpaceX-Aktien halten, dürfte der Börsengang das größte Liquiditätsereignis seit Jahren sein – ein potenzieller Segen für diese Anlageklasse.

Dieser gewaltige Börsengang wird den größten Anteilseignern von SpaceX, insbesondere Musk, enormen Reichtum bescheren. Eine solche Position ist für einen alleinigen Gründer zwar nicht ungewöhnlich, das Ausmaß des Gewinns jedoch schon. Es wird erwartet, dass Musk dank des Wachstums von SpaceX in den nächsten Jahren zum weltweit ersten Billionär aufsteigen wird.

Auch die Risikokapitalgeber, die frühzeitig in SpaceX investierten, dürften einen enormen Gewinn erzielen – DFJ, Founders Fund, Craft Ventures und Adapt Ventures investierten alle in SpaceX, noch bevor dessen Unternehmenswert überhaupt 1 Mrd. USD erreichte.

Die nächste Bewährungsprobe für das Unternehmen und seine Investoren besteht darin, ob sich die ehrgeizige Bewertung auf den öffentlichen Märkten lange genug hält, bis die Sperrfristen für Risikokapitalinvestoren auslaufen.

Anmerkung des Redakteurs: Dieser Artikel wurde ursprünglich auf PitchBook.com veröffentlicht.

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